1 + 1 = 3

3-mal Rund Hiddensee, einmal Rund Rügen, so die Bilanz der letzten Tage. Seit Mitte Mai bin ich auf den Gewässern rund um Stralsund unterwegs. Nicht weil ich mich nicht weiter weg traue oder weil ich keine Zeit habe. Nein, der Festmacher der Termine bremst mein Fernweh. Zur Stralsunder Segelwoche war eine „Single Handed – Rund Rügen“ ausgeschrieben. Ich hatte berichtet. Dann 2 Tage vor dem Start wurde mir per Mail mitgeteilt, ich sei die einzige Anmeldung und die Regatta fällt aus. Usedom (13)Zu früh gefreut, einige Gleichgesinnte zu treffen.

So blieb uns die Zeit, das Feuerwerk zur Segelwoche vom Wasser aus zu genießen.

Dann war da noch ein geplanter Vortrag vor 150 neugierigen Zuschauern der Stralsunder Seniorenakademie.

Danach endlich Leinen los, es ist nicht zu spät.

Zusammen mit meiner Freundin auf Usedom (15)dem Weg nach Hiddensee unterwegs, doch noch überraschend einen „Single“ getroffen, Michael Johanssen mit seiner SY LILO auf dem Weg zur Ostsee. Spontan haben wir dann zu dritt ein paar Tage an der Kette verbracht. Leider hat seine LILO Mastbruch erlitten und gemeinsam geplante Segeltage müssen verschoben werden. Aber lest selbst: www.Einhandsegler.net

Nun geht es für mich allein Richtung Usedom (1)Osten weiter. Über Gustow, Stahlbrode, Seedorf nach Gager, dann über Peenemünde endlich im Achterwasser angekommen.

Das Wetter ist durchwachsen, es geht langsam voran. Bei den engen Passagen, Brückenwartezeiten und wenig Wind läuft auch der Diesel öfter als sonst. Usedom (16)

Zum Glück läuft im TV die Fussball-EM und bestimmt so meinen Tagesrhythmus.

Die Gegend am Peene-Strom, das Achterwasser und das Haff sind schön, überall wohin das Auge schaut, ist Schilf, nichts als Schilf, dabei liebt mein Hund Loupi doch die schönen Strände. Ich verspreche, ihm schöne Orte Richtung Polen anzulaufen.

16:00 Uhr erste Halbzeit verpasst aber sicher in Mönkebude
16:00 Uhr erste Halbzeit verpasst aber sicher in Mönkebude

Auf dem Weg dorthin stecke ich heute in Mönkebude (Stettiner Haff) im wahrsten Sinne des Wortes im Dreck. Ein Unwetter mit reichlich Wasser von oben und Wind um 30 kn lässt mein Tagesziel in die Ferne rücken. Schon bei der Anfahrt auf Mönkebude hält der Schlick mich 20 min fest. Mit ordentlicher Schräglage und Druck im Großsegel komme ich frei. Dann Hafeneinfahrt Mönkebude nur 2 Meter Wassertiefe, diesmal mit beherztem Druck auf den Gashebel rutsche ich drüber weg und rückwärts in die erst beste Box. Schon wieder nur 2 Meter Wassertiefe, mein Boot steht auch ohne Festmacher still, ich brauche 2,10m.  Morgen geht´s nach Polen – Ahoi.

4 Gedanken zu „1 + 1 = 3“

  1. Mich hat der Alltag wieder . Ich lag im Hafen von Gager neben Dir . Vielleicht sehen wir uns nächstes Jahr wieder . Grüsse aus der Schweiz .

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