Algerien – 10 Points

Willkommen in Algerien
Willkommen in Algerien

Annaba, Chetaibi, Skikda, Djen-Djen, Bejaia, Algier, Tipaza, Tenes, Mostaganem und Gazaouet. Das klingt nach einer Route mit einem Kreuzfahrtschiff um den Globus. Aber es waren meine Stationen in Algerien.    – mit Movie und Bildern im Anschluß –

Krasser kann ein Segeltörn nicht sein. Der Unterschied vom letzten Hafen, Gazaouet

Begrüßungskomitee
Begrüßungskomitee

in Algerien, nach Melilla, eine der kleinen spanischen Enklaven in Marokko, ist wie Tag und Nacht.

Melilla
Melilla

Ich liege ein paar Tage in einer super kleinen Marina in der Hafenstadt Melilla. Duschen, Strom und WiFi für diese Zeilen waren in den letzten Wochen Mangelware. Ich lasse noch einmal die letzten Wochen Revue passieren. Das Abenteuer Algerien, liegt hinter mir. Ich habe mir unter Militärschutz in Algerien eine SIM-Karte kaufen können, um den Kontakt nach Hause aufrecht zu erhalten. Die genauen Wetterinfos gab es nur in Sprachausgabe von meinem Schatz daheim.

Was mir gefehlt hat? Eigentlich nichts.

Frühstückslokal für mich "For free"
Frühstückslokal für mich „For free“

Es gibt keine Häfen für Sportboote, von einem ruhigen Liegeplatz kann man sich gleich verabschieden. Ebenso von einem sauberen Boot. Ankern? Verboten. Sandstürme, Beamte mit Stiefeln, die ihre Arbeit verrichten, Fischkutter, die es nicht für nötig halten, Fender zu verwenden. Und überdimensionale Militärpräsenz. Ich fühlte mich zu keiner Sekunde unsicher.

Tanken auf algerisch
Tanken auf algerisch

Wird doch alles getan für meinen Schutz, aber erst nach dem Einklarieren. Davor bin ich immer terrorverdächtiger Kandidat. Sprachliche Schwierigkeiten gab es bei jeder Prozedur, so musste ich auch die Namen meiner Eltern angeben und es kann passieren, dass mein Vater schon mal Volvo-Penta heißt, meine Mutter Polyester und mein Boot nur 3,65m lang ist. Weil selbst die Beamten ihre Formulare nicht erkennen und nicht vom Arabischen für mich ins Englische übersetzen können. Irgendwann erkannte ich die sich wiederholenden gleichen Schriftzeichen und so wurde ich beim Ausfüllen immer schneller. Vorteil: Ich kenne jetzt meine Pass-, Bootsführerschein-, Funkzeugnis- und Seriennummern vom Boot auswendig. Ein Kopierer und ein Stempel an Bord wären für weitere Erleichterung und Beschleunigung gut gewesen, aber wer gibt einem vorher solche Tipps. Hinterher ist jeder schlauer.

Ich habe so viele nette Leute kennen gelernt, dass ich mir immer gleich die Namen vor Ort notiert habe. Alle sind unwahrscheinlich freundlich und hilfsbereit.

Loupi ist der Höhepunkt des Jahres
Loupi ist der Höhepunkt des Jahres

Loupi wurde bestimmt auch 500 mal fotografiert und erscheint auf den algerischen Face Book-Seiten.

Fisch für mich in jedem Hafen
Fisch für mich in jedem Hafen

Das Wetter war die ganzen 800 Seemeilen an der Küste von Algerien immer auf meiner Seite, viel Wind aus Nordost. Ich konnte einige Nächte bei Vollmond durchfahren, um am Morgen einen neuen Hafen zu erkunden. In Algier habe ich nach langem Kampf ein Tages-Visum bekommen. Algier, eine Weltstadt? Die Stadt begrüßt jeden mit Wahnsinns Trubel und unwahrscheinlicher Lautstärke. Für ein paar Stunden bin ich in die andere Welt eingetaucht und weiß, ich gehe lieber segeln. Liebe ich doch die Ruhe auf dem Wasser.

Gut 50 min hat das Video, um meine Eindrücke rüber zu bringen, kürzer ging leider nicht. Ich hoffe die Ladezeiten sind nicht zu lang. Viel Spaß

3 Gedanken zu „Algerien – 10 Points“

  1. Hallo Michael, ein wunderbarer Film. Danke, daß wir dabeisein dürfen bei Deinen Erlebnissen. Wir sind gespannt auf neue Meldungen und neue Abendteuer. Kraule Loupi einmal extra als Gruß von zuhause. Alles Gute für die Weiterfahrt.

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