Neues von Marika

Es war von ihr schon gewagt zu sagen: Weihnachten in Marseille, als ich  die nette blonde Schwedin im Herbst in Klintholm kennenlernte. Zusammen wetterten wir dann den ersten Herbststurm in Warnemünde und Rostock  ab. Weihnachten in Marseille am Mittelmeer, so ihr Ziel damals, ich habe berichtet. Da ihr Boot nicht das seetüchtigste ist und das Wetter im November nicht die Barfußroute verspricht, unkte ich spöttisch, dass sie es nur bis Lübeck schaffen würde, ohne ihren Mut und ihre Leistung in Frage zu stellen. Jetzt ist etwas Zeit vergangen. Wir stehen seitdem im ständigen Kontakt, um eventuelle Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen. Um es vorweg zu nehmen, sie hat es nicht geschafft.

Am 4. November segelte Marika mit ihrem Sohn Lucas bei Südwind und fantastischem Segelwetter von Warnemünde nach Lübeck. Dort wurde der Mast gelegt, da die Route durch das Binnenland nicht genug Durchfahrtshöhe bietet. Bis zur Elbe bei Hamburg gab es keine Probleme.

Auf der Elbe dann allerdings stellenweise 7 Knoten Gegenstrom. Kein Spaß mit einem 8 PS Außenbordmotor. Trotz Vollgas an der Pinne machte das Boot gegen den Strom keinen Meter Richtung Süden gut, es ging eher rückwärts als vorwärts. Abwarten hieß die Devise. Geplante Tagesetappen wurden in kleine Kurztrips umgewandelt. Nach dem kurzen Ausflug auf der Elbe ging es auf dem Elbe-Seitenkanal weiter bis Wolfsburg und endlich Richtung Süden. Bei Wolfsburg mündet der Elbe-Seitenkanal in den Mittellandkanal. Bei wenig Strömung und  jetzt guten Tagesetappen ging es vorbei an Hannover bis hinter Osnabrück weiter auf dem Dortmund-Ems-Kanal, wiederum mit dem Kurs Süd bis nach Datteln. Dort beginnt der Weser-Datteln-Kanal, der bis nach Wesel in den Rhein führt. Auf dem Rhein dann eine erholsame, rasche Fahrt über Maas/Meuse bis Belgien. Marika schrieb mir aufs Handy: „In Belgium the kanals already got beautiful….“ An der französischen Grenze kam aber auch die Hiobsbotschaft: Auf den  weiteren Kanälen ist der Wasserstand zu hoch und alle weiteren Schleusen sind geschlossen. Das Aus für Weihnachten in Marseille. Marika ist in Givet in Frankreich an der belgischen Grenze angekommen. Das Boot hat gelitten. Es ist von innen wie außen schmutzig, zwischendurch lag sogar Schnee an Deck. Ein Segeltörn also mit allen Höhen und Tiefen. Bis jetzt war keine Zeit, sich um das Boot und Kleinigkeiten zu kümmern. Zwei Wochen sind nun schon um in Givet. Zeit für Entspannung, Zeit für: Weihnachten in Givet.

Leider hat das Smartphone von Marika  den Dienst quittiert. Deshalb hier mein Aufruf: Wer kann helfen? Wer hat noch ein funktionstüchtiges Smartphone liegen, das wir Marika schicken können, um weiter auf dem Laufenden zu bleiben und aktuelle Geschichten lesen zu können. Mails bitte über mein Kontaktformular.

6 Gedanken zu „Neues von Marika“

  1. Hallo zusammen,
    frage mich was als Nächstes verschenkt werden soll, ein neuer AB, Segel, neues Boot ? Jetzt soll gerade die erste Schneeschmelze in den Bergen los gehen, da sind wohl neue Tampen, Schöpfkelle ( und Korken ) für das undichte Boot und ein Rauchrohr für den Ofen , vor allem Schulbücher für den Jungen eher angesagt…
    alles Gute für 2018

  2. Marika hatte echt Pech mit dem Hochwasser. Sie kam nur ein oder zwei Tage zu spät in Givet an. Ich bin ihr immer mit 10 Tagen Vorsprung vorweg gefahren und hatte zu ihr Kontakt per SMS. Ich bin jetzt fast „da“. Werde es aber auch nicht zu Sylvester ans Meer schaffen. Ich hätte noch ein Reservehandy rumliegen….

  3. Moin – ich würde die gute Tat gerne tun und ein Smartphone organisieren. Was ist denn gewünscht Apple oder Android und wo soll ich es hinschicken? Vorausgesetzt Marika hat noch keins.

    Viele Grüße Uwe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.