Ohne Geld bis ans Ende der Welt…..

Was mache ich eigentlich hier, warum schreibe ich?


„Ohne Geld bis ans Ende der Welt“, das klappt vielleicht bei Michael Wigge, dem bekannten Reporter in einem aufgezeichneten Selbstversuch: „Ohne Geld bis ans Ende der Welt“ Daran glaube ich nicht. Und was soll ich auch am Ende der Welt? Aber ich denke, dass man sich persönlich besser fühlt, wenn man in dem Hamsterrad unserer Konsumgesellschaft mal das Fenster öffnet und hinaus springt. Wann,  wenn nicht jetzt.
….es sind nur noch 50 Tage, bis es bei mir losgeht. Los? Schon seit langer Zeit geisterte der Traum eines richtigen Segel-Abenteuers in meinem Kopf herum. Wer hat nicht schon einmal daran gedacht, alles hinter sich zu lassen, die Leinen zu lösen und einfach in Richtung Horizont aufzubrechen. Ich hab´s getan oder besse, ich bin dabei. Der Entschluss liegt schon 2 oder 3 Jahre zurück. Die Durchsetzung ist dann immer eine ganz andere:

  •  2012 nach langen Suchen, das passende „Traumboot“ gefunden
  •  2013 dann einen Schlussstrich im Berufsleben gezogen
  •  2014 mit kleinen Unterbrechungen die Adria rauf und runter

Ende 2014 dann der Endspurt, alle möglichen und nutzlosen Verträge gekündigt. Etliche Zahnarztbesuche, um auch in dieser Hinsicht langfahrttauglich zu sein. Den Tierarzt konsultiert, um für Loupi genügend Medizin vorrätig zu haben. Den Hausarzt aufgesucht, um noch ein paar Impfungen und Informationen einzuholen. Meine Wohnung auf den Markt geworfen, was übrigens ein schwerer Schritt ist und den Inhalt der Wohnung zu Geld gemacht. Dann immer wieder nebenbei Informationen über mir unbekannte Segelreviere eingeholt. Seekarten gekauft, sicherheitsrelevantes Zubehör wie eine Epirb-Boje auf mich angemeldet, dass ich im schlimmsten Fall auch nicht verloren gehe. Weiterhin extrem viele Veränderungen am Boot vorgenommen, um es einhandtauglich auszurüsten, viel unter allen Bedingungen getestet, ich sichere mich nie gegen alles ab, aber das Boot sollte in allen möglichen Bedingungen leicht beherrschbar sein.

Ich schreibe für Freunde, die gern träumen und an meinen Erlebnissen teilhaben wollen, für meine Freundin und für meine Eltern, die in ihrer Jugend diese Träume nicht verwirklichen konnten. Und insbesondere schreibe ich für mich, um beim Lesen und Schreiben dieser Zeilen alle Erlebnisse noch einmal Revue passieren zu lassen.

4 Gedanken zu „Ohne Geld bis ans Ende der Welt…..“

  1. Gefällt mir! Aber neidisch bin ich nicht. Und alles hinter mir lassen würde ich auch nicht wollen! Ich gönnen es Dir vom Herzen und bin in Gedanken oft bei Dir! Ich wünsche Dir immer viel Spaß und eine Handbreit unterm Kiel!

    LG Welle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .