Sag niemals Nie!

Was klingt wie eine Schnulze mit Sean Connery, ist mein Lebensmotto und ein Teil meines Lebens. Ruegen (8)Ich bin in dem Jahr geboren, als das Fünf-D-Markstück auf den Markt kam,  als Neil Armstrong und Buzz Aldrin in ihrer Arbeitszeit auf dem Mond spazieren gingen. Ich zähle mich nicht zu den Späthippies, aber bin ein Abenteurer durch und durch. In meinem letzten Leben hatte ich mich dem Windsurfen verschrieben, an 365 Tagen im Jahr gab es nichts Anderes. Sogar bei meinen Kindern habe ich überlegt, statt Windeln gleich ein Windsurftrapez anzulegen.Ruegen (5) Es galt, jeden freien Tag und jedes Wochenende mit voll gepacktem Bus ans Wasser zu fahren und auf den Wind zu warten. Samstag früh oder besser schon Freitagabend wurde der beste Platz am Spot bevölkert. Was ist davon geblieben? Etwas Buntmetall im Karton und viele Erinnerungen. Dann, bei meiner letzten Weltmeisterschaft im Windsurfen 2003 auf Rügen habe ich zu mir gesagt: Nie, nie wieder fahre ich einen Wettkampf.

Palmer Ort
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Doch heute? Meine besten Spots von früher sind leer. Traumbedingungen: Sonne, 23° Lufttemperatur 20 kn aus Südost, kurze knackige Welle, ich bin am südlichsten Punkt Rügens. Auch wenn die Windsurfer durch Kiter abgelöst wurden. Wo sind die Hippies, die Abenteurer der neuen Zeit? Auch ich sitze auf einem Boot und nicht mehr am Strand. Ich werde in Zukunft wieder ein Brett und ein-zwei Segel dabei haben, um solch gute Bedingungen nicht ungenutzt zu lassen.

Palmer Ort
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Stell dir vor, es ist Wind und keiner geht hin. Nun bin ich letzte Woche über einen Link zur Stralsunder Segelwoche gestolpert. Es wird eine Einhandregatta für Segelboote „Rund Rügen“ ausgetragen. Kurz: Ich bin wieder dabei. Seit 2 Wochen bin ich auf diesem Kurs unterwegs, schöne Strecke. Idealplott= 100 Seemeilen einmal um Deutschlands größte Insel, das muss doch zu schaffen sein. Ich werde berichten. Bis bald.

5 Gedanken zu „Sag niemals Nie!“

  1. Moin! Die Amerikaner waren 1951 auf dem Mond? Also entweder waren die gar nicht auf dem Mond oder die erste 5-DM-Münze wurde nicht 1951 geprägt (von den 1951ern soll es fast 80 Mio gegeben haben) oder Du bist doch nicht Jg. 51? Aber Spaß beiseite. Das sind interessante Gedanken. Die Frage nach den Abenteurern der heutigen Zeit ist leicht zu beantworten. Es gibt sie noch, aber es sind viele. Und bei aller Diversifikation medialer Berichterstattung gehen die Möglichkeiten der Alleinstellung verloren. Die Frage ist heute vielmehr, was denn noch Besonderes geleistet werden muss, um das Prädikat „Abenteurer“ zu bekommen. Wer auf diesem Pfad unterwegs ist, der gerät zudem auch leicht in das Hamsterrad, aus dem er eigentlich aussteigen wollte: Leistung. Nicht aus Leistung grundsätzlich, sondern aus dem Leistungsbegriff von heute. Segeln ist für mich ein Abstand-Gewinnen und die Ermöglichung der (Selbst-)Reflexion. Allen Menschen wohnt dieser Drang inne. Alles Gute weiterhin für Deine Suche und viel Erfolg bei der Regatta – oder beim Grillen.

    1. Danke für´s Feedback, das mit der Münze ist korrekt der Fehler lag in meinen Recherchen. Es handelt sich um die Gedenkmünze zum 150. Geburtstag von Theodor Fontane. Sorry. Denn ´51 war Neil Armstrong erst 21 Jahre alt und an Apollo 11 war da noch nicht zu denken.
      Ja und mit der Regatta auch Fehlanzeige, ich bin der Einzige. Leider fand sich kein weiterer „Abenteurer“ also wurde die Regatta von offizieller Seite abgesagt. Schade.
      Viele Grüße

      1. Ein Feedback gebe ich gerne. Wenn es dankend angenommen wird, dann umso mehr. Deine Formulierung „Was ist davon geblieben?“ geht mir noch ein wenig nach, denn ich kenne diese Frage nur zu gut. Und ehe ich mich jetzt in landläufige wohlfeile Rhetoriken verstricke, will ich mich eher bei Dir bedanken, weil Du diese Frage offen stellst. Ich habe zwischenzeitlich alle Deine Berichte hier gelesen und die verlinkten Videos geschaut. Ich bin beeindruckt, insbesondere von den Schilderungen aus Nordafrika. Es gibt noch viel mehr, als Nordafrika zu entdecken und davon zu berichten. Bringe ruhig auch einmal mehr längere Videos über Land, Leute und Meer – hie und da gespickt mit ein paar technischen Segelthemen und vor allem auch ein paar tieferen Fragen zu Sinn des Lebens und Deinen Antworten darauf. Dazu muss es gar nicht in die weite Welt gehen. Janoschs „Oh, wie schön ist Panama“ meint ja eigentlich auch das Zuhause. Beste Grüße!

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