Überwintern an Bord (3)

Wechsel auf Winterfender!

Das Abenteuer Winter an Bord geht in die nächste Runde.  Heute habe ich wieder einmal An- und Ablegen geübt und eine Runde im Hafen gedreht. Nicht aus lange Weile, nein. Der Wind hat die Richtung Leben a Bord (38)geändert und das Boot kühlt enorm aus, wenn er ins Cockpit weht.

Die Sprayhood ist mittlerweile eine Schneehood und den Spalt dazwischen bis zum Bimini, dem zweckentfremdeten Sonnenverdeck, habe ich mit einer zusätzlichen Abdeckung versehen. Im Moment noch ein Prototyp vom Segelservice Schmidt in Stralsund, der imLeben a Bord (12) nächsten verregneten Sommer dann als richtiger Wind- und Regenschutz am Ankerplatz dienen soll.

Viele Fragen kamen  zu meinen Seeventilen.

So lange ich nicht im dicken Packeis fest sitze, bleiben  sie offen. Allerdings kontrolliere ich alle 2 Tage die 6 von 7 Seeventilen im Innenraum auf Leichtgängigkeit, denn Weihnachten ist vorbei und auf Überraschungen kann ich verzichten.Leben an Bord (6)

Dann ist es ganz wichtig, auf einen Satz Winterfender umzustellen. Die Sommerfender machen es nicht in der kalten Jahreszeit. Leben an Bord (18)Spaß beiseite, der Druck ist schon enorm, wenn der Wind das Boot auf den Steg drückt.

Die Festmacher sind Leben a Bord (37)steif wie Stromkabel, die Fender machen sich dünn und klingen wie leere Pfandflaschen an der Bordwand, Eisschollen klöttern am Rumpf und die Solarpanele scheinen auch irgendwie sinnlos. Zum Glück kommt die Energie aus der Steckdose.

Allein die Besorgung meines Trinkwassers neigt schon zur Beschaffungskriminalität. Leben a Bord (15)Die sanitären Einrichtungen hier in Gedser sind längst geschlossen. Es gibt eine Möglichkeit, im Fischereihafen mittels Code die Duschen zu nutzen. Beheizt und inLeben an Bord (15) sauberem Zustand nutze ich diese Gelegenheit und transportiere auch meinen täglichen Wasserbedarf im Rucksack „nach Hause“ Zusätzlich gibt es seit Tagen Schneesupen und Schneetee 😉

 

10 Gedanken zu „Überwintern an Bord (3)“

  1. Wir drücken die Daumen, damit Dich der Mut nicht verläßt. Trotz der winterlichen Ungemütlichkeiten machst Du und Loupi einen guten Eindruck und der rote Fender hat sich ja auch eine schicke Wintermütze aufgesetzt.

  2. Schöne Impressionen, danke 🙂

    Wenn tatsächlich Eis bis zu den Seeventilen kommen sollte (was ich für sehr unwahrscheinlich halte): Ventil schließen, Frostschutz-Mischung in das entsprechende System kippen (z.B. Ausguss), Ventil kurz auf und gleich wieder zu, fertig. Dann kommt etwas Frostschutz in den Raum um die Kugel und das Problem ist erledigt.

    Gruß,
    Julian

  3. Schön gemachter Film. Bei dir ist es ja besonders Winterlich.
    Ich überwintere in Südholland. Bis jetzt gab es erst einmal Schnee für einen Tag.
    Dir noch viel Spass und genieße den Winter.
    Gruß Dirk SY Morian

  4. Hallo Michael,
    Ich habe mein Boot im Ijsselmeer immer im Wasser.
    Die Seeventile fülle ich im Herbst mir Frostschutz (wie von J.Buß beschrieben). Zusätzlich habe ich Heizkabel um jedes Ventil gelegt und darüber Rohr- Isolierung gebunden. Das Heizkabel hat eine Leistung von ca. 7 – 10W und heizt das Ventil ca. 10 Grad über Umgebungstemperatur. Somit sollte das Ventil bis ca. -10°C frostfest sein. Der Energieverbrauch ist vernachlässigbar. Natürlich ist aber Landstrom erforderlich.

    Viele Grüße und weiterhin viel Spaß im Winterlager

    Mike

    1. Danke Mike, meine SV sind offen da ich auf dem Boot wohne und täglich die Ab und Zuflüsse benötige. Das salzige Wasser friert zum Glück noch nicht bei 0 Grad. Gruß Micha.

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